Vaterschaft praktisch erwiesen
Mich dünkt, dass sich die ganze Angelegenheit um Vaterschaft und Unterhalt zu einer Neverending Story entwickelt.
Nachdem ja das Jugendsekretariat dem Kindsvater bis Mitte November Zeit gab, das Ergebnis des Vaterschaftstests vorzulegen und nichts passierte, bekam Sebastian einen Beistand. Dieser veranlasste im Januar die Klage ans Gericht.
Zwischenzeitlich schaffte es S.V. doch tatsächlich, den Auftrag für den DNA-Test zu erteilen und seine Probe abzugeben. Das Resultat fiel für mich wie erwartet aus: Vaterschaft praktisch erwiesen!
Dennoch brachte die kurz darauffolgende Sühnverhandlung immer noch keinen Abschluss, da der Kindsvater und die Anwältin von Sebastian zu keiner Einigung über die Höhe der Alimente kamen. Somit folgt die Eingabe ans Bezirksgericht und der Richter hat über den Betrag zu entscheiden. Und danach folgt dann das ganze Prozedere mit Betreibung und wahrscheinlich Lohnpfändung des Kindsvater. Da er ja schon sehr wütend auf mich ist, kommt es darauf nun auch nicht mehr an.
Was mich zuerst sehr traurig stimmte, mir aber eigentlich sehr viel Handlungsfreiraum lässt, ist die Tatsache, dass S.V. von seinem Sohn absolut nichts wissen will. Auf die Frage der Friedensrichterin, ob er denn seinen Sohn kennenlernen möchte, verneinte er dies ganz klar.
Wie gesagt, ich habe nun sehr viele Möglichkeiten, wie es mit mir und meinem Sohn weitergehen soll. Eine Entscheidung ist bereits gefallen und ich bin nun dabei, das ganze umzusetzen. Aber diese Umsetzung braucht enorm viel Zeit, Durchhaltevermögen und Geduld. Doch ich bin davon überzeugt, dass dies das beste für sämtliche Beteiligten sein wird. Mehr darüber, sobald sich was getan hat.
Schöne Festtage
Gerade rechtzeitig zum bevorstehenden Jahreswechsel haben sich einige Dinge gelöst, aber vorallem, bei mir hat sich ein Riesenknoten gelöst und entsprechend gelöster fühle ich mich.
Seit Anfang diesen Monat habe ich für Sebastian eine Tagesmutter. Mir gibt das etwas Luft und der Kleine hat Abwechslung und wird dadurch auch gefordert. Vorallem hat er es gut und ich lasse ihn immer mit einem guten Gefühl dort.
Die Beistandschaft für Sebastian ist nun endlich eingerichtet (war ein enorm langwieriger Prozess) und die Beiständin hat von mir gleich einen (machbaren) Zeitplan erhalten. Ich habe beschlossen - darin hat mich auch meine behandelnde Ärztin unterstützt - mir nicht mehr länger auf der Nase rumtanzen zu lassen und eine nun etwas härtere Gangart eingeschlagen.
S.V. glänzt weiterhin mit Stillschweigen und Nichtstun was den Vaterschaftstest angeht. Hat er doch 2 Fristen ungenützt verstreichen lassen. Tja, leider ist ihm nun nicht bewusst, dass für ihn das ganze nun teurer zu stehen kommen wird. Denn die Beiständin hat den Auftrag, Klage beim Gericht einzureichen. Und da ich ja zu 100% weiss, dass S.V. der Vater ist, werden ihm dann auch schlussendlich sämtliche Verfahrenskosten aufgehalst. Das ist ihm bei seiner Vogel-Strauss-Taktik (er steckt den Kopf in den Sand, merkt aber nicht, dass ihm dabei der Arsch abgegrast wird!) leider entfallen. Zugegeben, mein Mitgefühl hält sich sehr in Grenzen!
Nun denn, Sebastian und ich werden die Feiertage bei meinen Eltern verbringen. Freue mich schon sehr darauf, wieder die Luft meiner alten Heimat schnuppern zu können sowie unter den Laubengängen die letzten Weihnachtskäufe zu tätigen (mit Sebastian im Tragetuch).
In dem Sinne, wünschen wir allen Bloggern und Lesern schöne Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Nicht einfache Situation
Wenn in meinem Leben etwas passiert, dann aber richtig. Die Kämpfe an allen Fronten saugten mich so aus, dass ich einen Zusammenbruch hatte und am liebsten nicht mehr existieren würde.
Auch die Behörden sind ziemlich lahmarschig, aber ich musste kürzlich erfahren, dass in meiner Wohngemeinde ein Riesenchaos auf dem Jugendsekretariat sowie der Vormundschaftsbehörde herrscht. Nun denn. Ich bin heute soweit, dass ich nun egoistisch genug bin, meine Gesundheit in den Vordergrund stelle und alles andere kann warten ... und wenn es sein muss, auf Kosten meiner Wohngemeinde. Bin diesbezüglich skrupelloser geworden.
Dennoch, das Leben geht weiter, Sebastian wächst und gedeiht und so wie er rumsabbert, kommen möglicherweise die ersten Zähnchen. Er ist ein sehr fröhliches Kind, ausser wenn er müde ist, kann er grausam sürmelig und mühsam sein. Ist aber doch bei uns Erwachsenen auch so.
Vergleiche ich jedoch meine Situation mit einem Inline-Marathon, würde der sich folgendermassen abspielen:
Bereits beim Start werde ich zurückgedrängt, kann also mein Tempo nicht richtig laufen und gerate gewaltig in Rückstand. Bei einem Überholmanöver werde ich abgeschossen und fliege in hohem Bogen aus der Reihe, so dass sogar noch meine Wasserflasche zu Bruch geht. Beim nächsten Verpflegungsposten ist kein Wasser mehr erhältlich und dann bricht mir noch ein Kugellager. Doch ich fahre tapfer weiter, werde ein einer Kurve abgedrängt, so dass ich den Trottoirrand streife und mir dadurch die Schiene verschoben wird. Zu guter Letzt verliere ich noch ein Rad und bei der Suche nach dem Ausreisser, rauscht der Besenwagen an mir vorbei. So laufe ich nun die restlichen Kilometer in Socken bis zum Ziel und frage mich, ob ich denn dieses überhaupt erreichen werde.
Ein Lächeln entschädigt für vieles!
Wieder mal ein Lebenszeichen von uns beiden. Sebastian wächst und entwickelt sich prächtig. Der Alltag bereitet mir eigentlich kaum noch Schwierigkeiten, liegt auch daran, da Sebastian in der Nacht 8 Stunden durchschläft.
Dafür muss ich sonst an allen Fronten kämpfen: Entgegen früherer Absprachen mit meinem Arbeitgeber kann ich nun nicht Teilzeit weiter dort arbeiten. Und als alleinerziehende Mutter mit Kleinkind liegt einfach ein Vollzeitpensum nicht drin. Die ganze Vaterschaftsabklärung harzt beim Jugendsekretariat und so langsam frage ich mich schon, ob dort nicht eher auf die Interessen des Kindsvaters Rücksicht genommen werden. Mal schauen, vielleicht geht ja bis Ende diesen Monat etwas (habe ich ja bereits letzten Monat gehofft).
Doch dafür entschädigt mich mein Sohn tagtäglich. Wenn er nicht wäre, hätte ich schon längstens resigniert. Seine Entwicklung ist enorm und jedesmal, wenn er mich anlächelt, geht für mich die Sonne auf. Er ist für mich - trotz aller Widrigkeiten - ein Geschenk des Himmels!
Doch noch geschafft!
Am letzten Sonntag fand der One-Eleven, 111km auf Skates durch SG und TG. Und diesmal schaffte ich es sogar, im Ziel dabei zu sein. Natürlich hatte ich meinen kleinen Sonnenschein mit dabei, den es nicht sonderlich interessierte, dass Massi Presti den Sieg um 7 Hunderstelsekunden holte.
Natürlich wollte ich auch den Zieleinlauf meiner Männer nicht verpassen. Aber vorher liefen Max, Erwin und Marlies von den Inlineracern ein. Aber andere bekannte Gesichter kamen daher, bis ich dann endlich Hans unter den Finishern ausmachen konnte. Er freute sich, dass ich meinen kleinen Spross eingepackt hatte und nach St. Gallen gefahren war.
Später bekamen wir noch mit, dass Markus einlief ... nur fragten wir uns so langsam, wo denn bloss der Roadrunner blieb. Plötzlich entdeckte ich ihn, wie er es doch noch ins Ziel schaffte. Es lief ihm nicht sonderlich gut, aber immerhin war er erfolgreicher als ich letztes Jahr.
Nachdem ich mich mit den verschiedensten Leuten noch etwas unterhalten hatte, machte ich mich kurz vor 14.00 Uhr auf den Heimweg. War ganz gut so, denn Sebastian war voller neuer Eindrücke und zu aufgeregt, dass er schlafen konnte.
Ach, tat das gut, wieder etwas Inlineluft zu schnuppern. Freue mich schon auf den Linthmarathon, wo ich dann hoffentlich wieder zu Bildmaterial kommen werde :-)
Schon 2 Monate
Die Zeit vergeht und mein Sohnemann ist eifrig am wachsen. Sein Geburtsgewicht hat er nun schon verdoppelt und so langsam aber sicher muss ich nun die Kleidergrösse 62 hervornehmen.
Am besten finde ich aber, dass er in der Nacht nun doch problemlos 6-7 Std. am Stück schläft. Das erleichtert so einiges und vorallem bin ich nicht mehr so übermüdet wie noch vor ein paar Wochen. Tagsüber kommt er normalerweise so nach 3,5 Std. wieder, hatte aber auch Phasen, wo er stündlich kam. Ansonsten ist er ein ziemlich friedliches Kind, vorallem mit vollem Bauch und Nuggi im Mund. Leider ist er ein Kötzlikind, aber da er ja wunderbar zunimmt, muss ich mir diesbezüglich keine Sorgen machen.
Krisen gibts bei mir immer wieder, vorallem als ich Probleme mit dem Stillen hatte. War wirklich kurz davor abzustillen und ihm Schoppennahrung zu geben. Kein Wunder, plagte mich doch über 2 Wochen lang eine Pilzinfektion und dann hatte ich auch das Gefühl, dass ich zuwenig Milch hatte. Aber jetzt sieht zum Glück alles wieder anders aus: Der Pilz ist weg, das Stillen keine Qual mehr und mein Sohn hat immer genug.
Sebastians Papi glänzt immer noch mit Funkstille. Ich glaube nicht mehr daran, dass er von sich aus, seinen Sohn als solchen anerkennen wird. Traurig, aber wahr. Jedoch lässt mir das die Möglichkeit, das Leben mit meinem Sohn so zu gestalten, wie ich es mir vorstelle. Es redet mir keiner in die Erziehung rein!
Life is changing
Seit meinem letzten Eintrag ist nun wieder eine Weile vergangen. Und das aus einem sehr guten Grund.
Am 31. Mai um 08.35 Uhr hat mein Sohn Sebastian Andrin das Licht dieser Welt erblickt. Da er in Steisslage war, wurde er per Kaiserschnitt geholt. Als ich das kleine Bündel zum ersten Mal erblickte, wars um meine Fassung geschehen: Mir liefen nur noch die Tränen runter. Kein Wunder, hat doch der Kleine gleich mein Herz im Sturm erobert.
Seit rund 10 Tagen sind wir nun zuhause und mein Leben wird ganz von dem Kleinen bestimmt. Aber ich bereue meine Entscheidung nicht und gebe dieses kleine Wunder nicht wieder her. So langsam versuche ich den Alltag mit ihm einzupendeln, jedoch beweist der kleine Mann, dass er doch einen ziemlichen Dickkopf hat. Doch ich geniesse ihn in vollen Zügen.
Der einzige Wehrmutstropfen im Freudenbecher ist sein Vater. S.V. hat deutlich gemacht, dass er von diesem Kind nichts wissen will. Es hat ihn auch nicht mal interessiert, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist. Sagt ja schon genug aus. Aber somit kann ich mein Leben mit meinen Kleinen gestalten, wie ich es für richtig halte und der Vater bleibt halt somit aussen vor. Er will es ja nicht anders.
Sie fehlen mir einfach!
Seit sich meine Hormone umgestellt hatten, bin ich auch entsprechend emotionaler geworden. Obwohl ich doch einige Situationen zu meistern hatten, die mir nicht die Tränen in die Augen trieben, sondern ich hatte nur noch ein müdes Lächeln übrig.
Na egal, jedenfalls gestern abend hatte ich wieder so einen emotionalen Moment, als ich das Mail einer lieben Skaterin aus meiner alten Heimat las. Ich fands total schön, dass sie sich nach meinem Befinden erkundigte. Aber so ziemlich aus der Fassung geriet ich, als sie schrieb: "Du fehlst in unserer Runde."
Ach, ich vermisse den ganzen Renntrubel doch auch, das gemütliche Beisammensein nach Trainings und Rennen. Mir fehlen meine Männer und all die andern mir liebgewordenen Skater. Darum habe ich mir fest vorgenommen, in gut 10 Tagen bei der nächsten Etappe des SIC als Zuschauerin mit von der Partie zu sein. Jetzt hoffe ich einfach nur, dass mein Inside mir da keinen Strich durch die Rechnung machen wird.
Nicht mehr ganz bilderbuchmässig
Wiederum durfte ich zu einer Kontrolle beim Frauenarzt. Positiv war mal, dass mein Gewicht im Rahmen zunahm (bin jetzt insgesamt bei +10kg) und sich mein Eisenwert wieder etwas verbessert hatte. Dafür zeigten sich wieder leichte Anzeichen einer Blasen- oder vaginalen Entzündung und mein Blutdruck war wieder etwas höher als beim letzten Mal. Aber noch nicht alarmierend. Weiter wurde getestet, ob ich allenfalls Streptokokken habe, die dann bei der Geburt für das Kleine gefährlich werden können. In meinem Leben musste ich schon einige Abstriche machen lassen, aber so schmerzhaft wie der heutige war bislang keiner. Kein Wunder, in der Schwangerschaft ist Frau diesbezüglich viel empfindlicher.
Was mich aber dann völlig aus dem Konzept brachte war, als wir beim Ultraschall feststellten, dass mein Kleines nicht mehr in Startposition lag, sondern sich wieder gedreht hatte. Somit wurde mir klar, warum die Tritte meines Nachwuchses so weh taten. Mit den Händchen würde es da keine solche Kraftakte ausführen können.
Ich habe ja noch ein paar Wochen Zeit, bis zum Entbindungstermin. Und falls es sich doch nicht drehen sollte, werde ich einen Kaiserschnitt machen lassen. Das Risiko einer Spontangeburt aus Steisslage ist mir nun doch zu hoch.